ABC?

 

Oder was hat es mit den Wurf-Buchstaben auf sich?

 

 

 

Häufig sehe ich in entsetzte Gesichter und weit aufgerissene Augen erwähne ich den aktuellen Wurf-Buchstaben. Aber was ist wirklich dran? Hat eine Hündin deren Wurf der L-Wurf ist, wirklich schon 12 Würfe geboren? Oder hat das ganze doch einen anderen Hintergrund?

 

 

 

Bemüht man eine allgemein gängige Suchmaschine und recherchiert in bekannten Foren, bekommt man folgende Antwort geliefert:

 

 

 

Der Wurf-Buchstabe wird von der Hündin bestimmt, das heißt ihr erste Wurf ist ihr A-Wurf, ihr zweiter Wurf ihr B-Wurf und so weiter. Ja! Tatsächlich! Folglich hat diese Hündin wirklich schon 12 Würfe geboren! Ach du Schreck, das kann nur ein Vermehrer sein!

 

 

 

?Aber mal ehrlich? Ist das biologisch überhaupt möglich?

 

 

 

Wir gehen jetzt mal von einem vernünftigen, seriösen und völlig hypothetischen Züchter aus. Wir nennen Ihn mal Züchter Hundherum. Züchter Hundherum hat eine Hündin namens Melli. Melli bekommt nach ihrer Zuchttauglichkeitsprüfung und mit 2 Jahren ihren ersten Wurf: den A Wurf!

 

 

 

Züchter Hundherum ist es vom Verein erlaubt in 2 Jahren 3! Würfe aufzuziehen, bis zum vollendeten 8 Lebensjahr von Melli. Über die Anzahl von erlaubten Würfen in 2 Jahren, lasse ich mich jetzt mal nicht aus, das wird sicher mal an anderer Stelle platzfinden.

 

 

 

Wer nun nachrechnet, kommt auf maximal 9/10 Würfe die Melli bis zum 8 Lebensjahr bekommen könnte!

 

 

 

Wie kann es dann sein, dass Züchter Hundherum schon bei L-Wurf ist?

 

Und wie sähe es dann aus, wenn Züchter Hundherum nicht nur Melli als Zuchthündin besäße?

 

 

 

Wir bringen mal noch zwei weitere Hündinnen ins Spiel, wir nennen sie mal Luna und Mila.

 

Wenn Luna jetzt nach Melli ihren ersten Wurf bekommt, müsste es nach oben aufgestellter These ihr A-Wurf sein, ebenso wenn Mila ihren ersten Wurf bekommt. Bis hierhin hatte Züchter Hundherum dann 3 A-Würfe, je einen mit jeder Hündin. Spinnen wir nun dieses Konstrukt weiter, wird Züchter Hundherum niemals weiter als bis zum I- oder J-Wurf kommen, dafür aber dann 3 I- bzw J-Würfe.

 

 

 

Wie soll man denn da den Überblick behalten und wie kann es dann sein, dass manche Züchter beim Q-Wurf sind? Geht das nur wenn man die Hündin ohne Pause belegt? Sind das dann alles Vermehrer?

 

 

 

Fakt ist, die Aussage das jeder Wurf einer Hündin den Buchstaben in alphabetischer Reihe bekommt ist falsch! Denn durchaus ist es möglich das der I-Wurf der erste Wurf der Hündin ist. Tatsächlich gibt nämlich nicht die Hündin den Buchstaben vor, sondern der Züchter.

 

 

 

Gehen wir wieder zu unserem hypothetischen Beispiel von Züchter Hundherum mit seinen 3 Hündinnen Melli, Luna und Mila. Melli´s erster Wurf wäre dann wirklich der A-Wurf des Züchter´s Hundherum, davon ausgegangen das es sein erster Wurf ist und er mit dem Züchten erst begonnen hat. Luna´s erster Wurf, der nach Melli´s Wurf geboren wird, ist dann aber nicht der A-Wurf, sondern der B- Wurf. Folglich ist Mila´s erster Wurf, der dritte Wurf von Züchter Hundherum und somit der C-Wurf.

 

 

 

Ich muss euch ganz ehrlich sagen mir wäre ein L-Wurf tausendmal lieber als ein A-Wurf. Weiß ich doch selbst wie es mir damals bei meinem A-Wurf ergangen ist. Es ist der erste Wurf für die Hündin als auch für den Züchter. Nun kollidiert das über Jahre angehäufte, theoretische Wissen mit der harten Realität. Ich muss euch sagen bei meinem A-Wurf habe ich die Tage gezählt bis die kleinen Terrorzwerge in ihre neuen Familien gezogen sind. Ich war es schlichtweg nicht gewohnt, auf so viel zu verzichten, wenig Schlaf und keine Freizeit mehr. Bei mir gab es in dem Jahr des A-Wurfes auch nur diesen einen Wurf und ich fragte mich sehr lange, ob es überhaupt einen B- oder gar C- Wurf geben wird. Mittlerweile weiß ich worauf es an kommt, ich weiß wie ich zu handeln habe und was zu tun ist. Nun nach all den Jahren kann ich meine Welpen in vollen Zügen genießen. In meinem Kopf in dem beim A-Wurf ein chaotisches Treiben herrschte, ist Ruhe und Souveränität eingekehrt. Der Gedanke nicht länger züchten zu wollen, ist in so weite Ferne gerückt, das ich dafür nicht eine Gedankensekunde verschwende. Ich liebe was ich tue, aber aller Anfang ist schwer.


Der große Tag des Abschiednehmens

 

Oft werde ich von zukünftigen Welpeneltern mit reumütigen Augen anblickend gefragt, ob mir denn der Abschied meiner Welpen ins neue Zuhause schwerfällt.

 

Für die neuen Besitzer ist es wohl mit einer der aufregendsten und spannendsten Tage.
Wochen, Monate oder gar Jahre haben sie diesem Tag entgegengefiebert und nun ist es soweit.
Ihr Welpe zieht ins neue Zuhause.

 

Für mich ist dieser Tag einer, der immer viel zu schnell vor der Tür steht. Einer der sich hätte ruhig noch etwas Zeit lassen können.

8 Wochen voller Freude; Liebe und Fürsorge liegen bis zu diesem Tage hinter uns.
Tägliches hoffen und bangen, in den ersten Wochen, bis aus diesen kleinen, blinden und tauben Würmchen, mutige Entdecker erwachsen sind, die nun bestens vorbereitet in die Welt ziehen dürfen.
Das ist für mich immer wieder aufs Neue ein Wunder.

 

Nichts desto trotz, dieser eine Tag ist absehbar und unausweichlich.

 

Nun stehen also die neuen Besitzer mit ihrem Welpen auf dem Arm an besagtem Tage vor mir und fragen mich, was ich empfinde.

Eine Achterbahnfahrt kommt meinem Empfinden in diesem Moment wohl sehr nahe.
Ein Auf und Ab der Gefühle.

 

Ich freue mich über die strahlenden Gesichter, die so voller Liebe und Glück sind.
Dennoch spüre ich ein flaues Gefühl im Magen. Da ist er jetzt nun. „Der Tag des Abschiednehmens“
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich meine Zöglinge in ihr neues Leben. In ihr Köfferchen packe ich alle Liebe, Hoffnung und Zuversicht, dass sie ein erfülltes, glückliches und langes Leben haben werden.


Eine Frage die mich beschäftigt hat….

 

Sehr unerwartet wurde mir an einem vergangenen Tag eine Frage gestellt, die mich doch etwas beschäftigt hat.

Ich befand mich gerade mit allen Hunden draußen, wir genossen die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen und dann wurde mir die angekündigte Frage gestellt:

 

Was macht man denn mit so vielen Hunden?

 

Die für den Fragesteller wohl sehr verblüffende Antwort kam wie von selbst aus meinem Mund:

 

Na, das gleiche wie mit nur einem!

 

So war es nur eine kurze Frage mit einer knappen Antwort, die mich wirklich nachhaltig beschäftigte.

 

Was machen wir mit unseren Hunden?

 

Am Abenden reflektierte ich die Frage noch einige Male und stellte fest das wir sehr viel mit all unseren Hunden machen.

 

Wir teilen unser Leben mit unseren Hunden und zwar mit allen.

Wir lassen unsere Hunde auch mal „Hund sein“

Wir lassen unsere Hunde glücklich und zufrieden sein.

Wir lieben unsere Hunde und zwar alle.


Kennenlern-Spaziergang

 

Einen Kennenlernspaziergang biete ich immer an, wenn wir einen Wurf planen oder dieser schon geboren ist, aber noch zu jung zum Besuchen. Jeder dieser Spaziergänge verläuft in groben Punkten so ab:

 

Wir treffen uns vor unserem Haus, meist habe ich 2-3 Hunde dabei, vorzugsweise die Mama des geplanten Wurfes. Sollte der geplante Wurf schon geboren sein, begleitet uns der Rest des Rudels, da die Mama ja ihre Welpen umsorgt.

 

Durch den vorherigen Kontakt weiß man ja in etwa, wer uns da besuchen kommt und deshalb ziehen wir auch nach einer kurzen Begrüßung los.

 

Ich finde es schön sich so, vollkommen frei und zwanglos kennenzulernen. Man stellt sich Fragen, gibt Antworten und lernt sich kennen.

 

Auch können so Interessenten sehen, wie wir unsere Hunde erziehen und gewinnen so einen guten Einblick in unser Rudelleben.

 

Welche Runde wir gehen, entscheidet man gemeinsam, in Abhängigkeit von Fitness, Zeitpensum und Alter der Besucher.

 

Interessant ist für mich auch immer das Wetter. Nicht immer hat man Glück und der ausgemachte Termin ist bei strahlendem Sonnenschein. Bekomme ich einen Anruf, ob man nicht doch verschieben könne? Oder stehen pünktlich zum Termin alle in Schmuddelwetter tauglicher Kleidung vor mir? Wieso das für mich interessant ist? Weil ich daraus schon eine Menge ableiten kann. Was ist denn, wenn der Welpe eingezogen ist und es, ach du Schreck, mal regnet? Geht der Welpe dann schnell im Garten gassi? Oder packt man sich gut ein und geht die Runde?

 

Ich jedenfalls genieße diese Spaziergänge und freuen mich immer über Menschen die uns, unsere Hunde und unsere Zucht kennenlernen möchten.

 


Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

 

 

Sehr oft höre ich im Erstgespräch, wenn ich die Frage nach einer Wunschfarbe des zukünftigen Familienmitgliedes stelle, die Antwort:

 

“ Alles, nur bitte keinen Schwarzen!“

 

 

Jedes Mal schaue ich meiner lackschwarzen Perle Skyler in die Augen und frage mich: “ Woran liegt das nur“?

 

Sieht man sich einen dunkelbraunen Labrador und einen schwarzen im Vergleich an, der Unterschied ist lapidar, im Gegensatz zu einem gelben. Dennoch ist Dunkelbraun sehr gefragt.

 

 

Woher kommt das nur? Das viele Menschen eine Grenze ziehen? Ist es ein über Generationen manifestierter Irrglaube: Schwarze Hunde, sind böse und gefährlich?

 

Wusstet Ihr das es bei den Engländern sogar eine Bezeichnung gibt, für Menschen die auf schwarze Hunde etwas Negatives projizieren? Hier heißt es: Black dog syndrome

 

Der schwarze Ritter ist böse und der weiße ist Gut? Je dunkler das Tier desto finsterer der Charakter? Sind dann in logischer Konsequenz alle Blonden freundlich und lieb?

 

 

Wir brechen hiermit eine Lanze für unsere schwarzen Welpen. Wir lieben es wie euer lackschwarzes Fell im Sommer in der Sonne funkelt und strahlt, und wie es sich im Winter in den Kontrast zum Schnee setzt.

 

 

Black is Beautiful